Die Geschichte des Hauses
Im
Jahre 1998 erwarb Familie Hurna das Objekt in der Hermann-Lietz-Str.
7, um es durch Renovierung zu erhalten und einer sinnvollen Nutzung
zuzuführen. Bei den Umbauarbeiten wurde ein Balken mit der
Jahreszahl 1789 gefunden, der hochkant als Türpfosten eingebaut
war. Das älteste gefundene Foto zu dem Objekt ist die Kopie
einer Ansichtskarte aus dem Jahre 1900.
Während des zweiten Weltkrieges war die Poststelle im Haus, eine Tankstelle bis ca. 1940, ein Fahrradladen mit Werkstatt bis ca. 1960 und ein Lebensmittel-Geschäft bis 1982.
Beginn
der Renovierung- und Umbauarbeiten war im Frühjahr 1999. Fast
alle baulichen Maßnahmen wurden unter Aufsicht eines
Architekten und mit Hilfe der Familie in mehreren Abschnitten
durchgeführt. Zimmereiarbeiten und Dachstuhlrenovierung wurden
von einer Fachfirma ausgeführt. Um ein Teil des Gebäudes zu
unterfangen, wurden aus einem zugeschütteten Keller die
gehauenen Sandsteine geborgen und als Sichtmauerwerk eingebaut.
Das
gesamte Gebäude wurde im Außen- und Innenbereich entkernt
und mit Wärmedämmenden Baustoffen neu ausgemauert.
Um eine
moderne Heizungsanlage zu installieren, mußte ein zweizugiger
Schornstein vom Keller bis zum First neu gemauert werden. Der
Küchenbereich, der in den 1930er Jahren angebaut wurde, wurde
wegen Baufälligkeit abgerissen und im alten Stil neu
rekonstruiert.
Die alten Fenster wurden neu verglast. Wo keine
Fenster vorhanden waren, wurden sie im alten Stil mit
Thermopen-Verglasung nachgebaut. Die Originaltüren wurden
restauriert und eingebaut. Beide Außentreppen wurden abgebaut
und im Originalzustand wieder aufgebaut. Der Sandsteinsockel wurde
zum Teil erneuert.
Die Elektrik wurde durch Fachfirmen neu
installiert. Die Vertäfelung im Flur und die Zimmertüren
wurden abgebeizt. Die Dielen wurden abgeschliffen und gewachst. Die
Wetterseite wurde auf Anraten des Architekten mit unbehandeltem
Lärchenholz verschalt. Der Teil des Hauses, der in den 1930er
Jahren angebaut wurde, ist auch im Erdgeschoss verschalt, um eine
optische Trennung zu erreichen. Weil es schon immer ein Geschäftshaus
war, wurde ein Café
eröffnet.
Im Jahre 2006 wurde die Ritterstube mit dem Hessischen Denkmalpflege-Preis ausgezeichnet.
 